Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann

beobachten.

Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang.

Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.

 

(Friedrich Dürrenmatt)

 

 

 

 

Fotografie ist meine Leidenschaft und das Zusammenspiel von Licht und Schatten, von Farben und Texturen, besonderen Momenten und neuen Perspektiven eine Erfüllung an sich.

 

So kommt es, dass ich neben dem Studium der Erdsystemforschung einen Großteil meiner Zeit der Bildgestaltung widme.

 

Dazu gehört neben der Aufnahme auch die Nachbearbeitung mit Photoshop, um die Bilder noch zu verfeinern und das bestmögliche Ergebnis zu erhalten.

 

 

 

 

Viele dieser Bilder sind mit einer analogen Canon AE1 aufgenommen und anschließend mit einem Negativscanner auf den Computer übertragen worden.

 

Mein Argument für die Fotografie auf Film war lange Zeit, dass die digitalen Spiegelreflexkameras auf Grund des viel kleineren Bildaufnehmers nicht genügend Gestaltungsspielraum bezüglich der Schärfe zuließen.

Sie bildeten einfach fast alles scharf ab, so dass quasi keine Möglichkeit bestand, über den Fokus zu selektieren und die Schärfentiefe als wichtiges Gestaltungselement nutzen zu können.

 

Das ist auch nach wie vor bei vielen digitalen Kameras der Fall - nicht so bei meiner neuen Digital-

kamera mit Vollvormat-

Chip, der Canon Eos 5D.

 

Diese Kamera ist meiner alten Analogen nicht nur ebenbürtig

 

 

in Sachen Schärfentiefe, ihre um ein vielfaches höhere Lichtempfindlichkeit ermöglicht mir darüber hinaus auch in Situationen zu fotografieren, die mir früher verschlossen geblieben wären. Die Kamera macht sogar Bilder bei Kerzenlicht!

 

Außerdem ist der CMOS-Sensor in Kontrast und Schärfe kaum zu übertreffen und lässt mich meine gute alte Analoge schnell vergessen.

 

Weiterer großer Vorteil: Wo ich früher nur mit Zögern auf den Auslöser gedrückt habe - schließlich kostete jedes Bild Geld - kann ich nun ungehemmt drauflosknipsen.

Ein Riesen-Vorteil in Situationen, wo es auf Geschwindigkeit ankommt und sich das Motiv schnell verändert - wie z. B. der Gesichtsausdruck des Portraitierten.

 

Dennoch bin ich froh, durch die analoge Schule gegangen zu sein. Denn wenn von Anfang an das einzelne Bild nichts kostet, knipst man schnell, anstatt zu fotografieren.

 

Und knipsen - kann jeder!